Neue Verjährungsfrist für Beitragsrückerstattung

Durch neue Verjährungsfristen erhebliche Nachteile für Ihre Kunden möglich

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Bundesregierung plant neue Verjährungsfristen für die Beitragsrückerstattung in der gesetzlichen Rentenversicherung

War bisher ein Gesellschafter-Geschäftsführer oder ein mitarbeitendes Familienmitglied fälschlicherweise als versicherungspflichtig bei der Sozialversicherung eingestuft, so galten folgende Regeln:

 

  • Gesetzliche Krankenversicherung; Erstattung für Zeiten ohne Leistungsfälle
  • gesetzliche Pflegeversicherung; keine Überprüfung vorgesehen
  • gesetzliche Arbeitslosenversicherung; Rückerstattung für maximal vier Jahre
  • gesetzliche Rentenversicherung; Rückerstattung aller fälschlicherweise als Pflichtbeiträge gezahlten Beiträge

Da der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung besonders hoch ist, war dieses auch immr der höchste Erstattungsbetrag.

Ab 1.1.2008 soll für die Rückerstattung der Beiträge aus der gesetzlichen Rentenversicherung ebenfalls eine Verjährungsfrist von vier Jahren eingeführt werden. Sind nur für 10 Jahre fälschlicherweise Pflichtbeiträge eingezahlt worden,  gibt es heute noch eine  Rückerstattung von über 100.000 EUR. Nach der Gesetzesänderung beträgt der Rückerstattungsbeitrag nur noch ca. 48.000 EUR.

Eine Differenz zu Lasten Ihres Kunden in Höhe von über 50.000 EUR.

Schnelles Handeln ist Pflicht.

Dipl.-Volkswirt Hans-Dieter Stubben

Hamburg. 18.11.2007

Diese Ausführungen wurden mit großer Sorgfalt zusammengestellt und stellen die Einschätzung der Bundes-Versorgungs-Werk BVW GmbH da. Aktuelle Erlasse, Gesetzte sowie die einschlägige Rechtsprechung können jedoch dazu führen, dass Änderungen eintreten. Aus diesem Grunde kann für die Richtigkeit keine Haftung übernommen werden. Es wird empfohlen im Zweifelsfall einschlägige Spezialisten zu Rate zu ziehen.

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