Wohn- und Erwerbsbevölkerung

Für das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenbeziehern kommt es nicht nur auf das Verhältnis zwischen den 20- 64 jährigen zur Gruppe der 65-jährigen und älteren an.

In der ersten Gruppe finden wir die Beitragszahler, in der zweiten Gruppe die Rentenbezieher. Wenn Sie sich die Bevölkerungspyramide anschauen und das Jahr 2004 betrachten, dann sehen wir in der Gruppe der 20 - 64 jährigen 50,4 Mio. Personen und in der zweiten Gruppe 15,2 Mio. Man könnte also entspannt feststellen, dass auf einen Rentner immer noch 3,32 Beitragszahler kommen.

Allerdings zeigt die nachfolgende Grafik, dass von den 50,4 Mio. Einwohnern aus der Gruppe der 20 - 64 jährigen nur etwa 36,2 Mio. arbeiten.

Beitragszahler zu Rentnern

Das bedeutet, dass nur etwa 72% der Wohnbevölkerung zwischen 20 und 64 zur Erwerbsbevölkerung gehören. Man muss also richtigerweise den 15,2 Mio. über 65-jährigen den 36,2 Mio. Erwerbstätigen gegenüber stellen. (Das stimmt zwar nicht ganz genau, weil zu den Erwerbstätigen u.a. Beamte gehören.)

Aber dann haben wir ein Verhältnis bei dem 2,38 Beitragszahlern ein Rentner gegenüber steht.

Unterstellt man, dass diese Verhältnisse relativ stabil sind, dann bedeutet dieses für die Zukunft nichts Gutes.

Schiebt man in der Bevölkerungspyramide den Regler bis 2035 vor, das ist das Jahr,  in dem die heute 40-jährigen mit 67 in Rente gehen, dann haben wir nach entsprechender Anpassung des Rentenalters ein Verhältnis von 40,7 Mio. unter 67-jährigen und 22,5 Mio. über 66-jährige. Das wäre immer noch ein Verhältnis von 1 zu 1,82.

Bleiben wir allerdings dabei, dass nur etwa 72% der 20 - 66 jährigen zur Erwerbsbevölkerung gehören, dann haben wir in etwa noch 29,3 Mio. Beitragszahler und ein Verhältnis von 1,3 Beitragszahlern pro Rentner. Damit sind wir nicht mehr weit von den Zeiten entfernt, in denen jeder aktive Arbeitnehmer seinen persönlichen Rentner zu versorgen hat.

Wir finden, das ist ein wirklich überzeugendes Argument für den Aufbau einer eigenen Altersversorgung. Wobei die private und betriebliche Altersversorgung gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung den Vorteil haben, dass sie nicht im Umlageverfahren finanziert werden (die heutigen Arbeitnehmer finanzieren die heutigen Rentner), sondern dort sparen wir selber das Geld für unsere spätere Rente an und sind damit viel unabhängiger von nachfolgenden Generationen.

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Diese Ausführungen wurden mit großer Sorgfalt zusammengestellt und stellen die Einschätzung der Bundes-Versorgungs-Werk BVW GmbH da. Aktuelle Erlasse, Gesetzte sowie die einschlägige Rechtsprechung können jedoch dazu führen, dass Änderungen eintreten. Aus diesem Grunde kann für die Richtigkeit keine Haftung übernommen werden. Es wird empfohlen im Zweifelsfall einschlägige Spezialisten zu Rate zu ziehen.

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